USA Rundreise durch den mittleren Osten

Im September 2016 unternehmen Eggi, Denjo und ich eine Rundreise durch die USA. Obwohl zunächst nur der Ausgangspunkt Chicago feststeht, beschließen wir, teilweise spontan, folgende Route mit unserem Mietwagen abzufahren:

  1. Chicago – Starved Rock Statepark – Indiana Dunes National Lakeshore – Mammoth Caves
  2. Nashville – Pigeon Forge – Smoky Mountains Nationalpark
  3. Columbus – Amish Country (Ohio) – Detroit – Holland

Wir haben insgesamt knapp 2 Wochen Zeit und werden durch 6 Bundesstaaten fahren: Illinois, Indiana, Kentucky, Tennessee, Ohio und Michigan. Während Eggi und Denjo sich mit dem Fahren abwechseln, sitze ich hinten und versorge die beiden mit verschiedenen Sorten von Skittles – so weit die Arbeitseinteilung. 😉

Chicago – Welcome to the „Windy City“ oder „What the Fuck do you want?“

Wir starten in Chicago, der drittgrößten Stadt in den USA (ca. 2,8 Millionen Einwohner). Nachdem wir unseren Mietwagen organisiert und im Hostel eingecheckt haben, machen wir uns auf Entdeckungstour: wir brauchen einen ATM, ein paar Willkommensdrinks und etwas zu essen 😉 Die ersten beiden Punkte werden relativ schnell abgehakt, also bleibt uns nur noch die Suche nach einem kleinen Snack – Und so finden wir einen gut besuchten Hotdog Stand! Allerdings stehen hier zu 90 % Schwarze, es gibt keine richtige Karte und da ich Englisch studiere, werde ich von Eggi und Denjo guten Gewissens vorgeschoben um als erster zu bestellen. 😉 Und da stehe ich nun, das 1.70 große Weißbrot, das liebevoll mit den Worten „What the Fuck do you want?“ begrüßt wird – „One Hotdog please.“ – Ja Mensch, glorreiche Antwort an einem Hotdog Stand. 😀 Ich werde noch 3 mal gefragt, wobei der Ton jeweils um 3 Dezibel lauter wird  – und endlich begreife ich, dass ich Zutaten auswählen muss und so nehme ich Gurken, Chilis und Käse. Meine beiden Kumpanen haben währenddessen ziemlich viel Spaß und als sie an der Reihe sind sagen sie: „For us, the same please!“ 😉

Chicago selbst begrüßt uns allerdings wesentlich liebevoller, denn wir haben einen strahlend blauen Himmel. An unserem ersten Tag erkunden wir die Stadt zu Fuß: wir starten beim Zoo, durchstreifen Downtown und schlendern entlang des Ufers des Michigan Sees sowie entlang der Promenande des Chicago Rivers. Von Beginn an fällt uns auf, Chiacago gehört wohl nicht zu den USA: Überall wird Sport gemacht; es gibt gute, gesunde und zeitgemäße Restaurants, die allerhand modernes Essen anbiten ( von Veggie über Glutenfrei – alles dabei 😉 ); und die Stadt ist sehr sauber. Chicago gefällt einfach auf den ersten Blick und es ist das lebhafte Flair, das einen neidisch macht. Vor allem entlang des Wassers bekommt man die Athmosphäre mit den schönen Stränden und den vielen Yachten (auf denen junge Leute feiern 😉 ) hautnah mit! Kurzum, wir sind begeistert!

Dazu beigetragen hat zudem das John Hancock Center, von dem wir eine super 360° Sicht auf die alle Teile Chicagos genießen. Vor allem aus dieser Höhe von über 300 Metern, bietet sich ein hervorragender Blick auf die Promenade entlang des Michigansees sowie auf den dort liegenden und gut besuchten Navy Pier.

Mit dem Fahrrad durch Chicago – TOP!

An unserem zweiten Tag beschließen wir, Fahrräder auszuleihen. Da wir an dem vorherigen Tag knapp 30.000 Schritte gemacht haben (Übereinstimmung auf 3 Handies 😉 ), sind wir mit der Entscheidung mehr als zufrieden: Und es lohnt sich! Chicago mit dem Fahrrad zu erkunden macht einfach nur Spaß. Es gibt überall Fahrradwege (vor allem entlang des Wassers) und wir fahren mit unseren Rädern bis zum Ende der Promenade. Unseren besten Stopp legen wir allerdings an der Buckingham Fontäne ein, dem Brunnen, der in der Anfangssequenz von Al Bundy (Eine schrecklich nette Familie) zu sehen ist 😉

Starved Rock State park & Indiana Dunes National Lakeshore

Neben den 59 offiziellen Nationalparks gibt es den USA unzählige Stateparks: so auch in der Nähe von Chicago. Wir haben uns für den Starved Rock Statepark und für den Indiana Dunes National Lakeshore entschieden … 🙂 In beiden Fällen stoßen wir auf die Schönheit der Natur, die in den USA immer wieder faszinierend ist. Wir erkunden verschiedene Boardwalks, besteigen Dünen, gehen schwimmen, bauen Dämme (nur Eggi und Denjo 😉 ) baden in Wasserfällen und genießen die Aussicht – wie man sieht, alles äußerst abwechslungsreich 🙂

Die Mammut Höhlen : Das größte Höhlensystem der Welt

Auf unserem Weg nach Nashville fahren wir zufälligerweise an den Mammut Höhlen vorbei und beschließen spontan, diese zu besichtigen. Das in Kentucky gelegene Höhlensystem ist das größte , das bis jetzt erkundet wurde (ca. 630 Kilometer). Wir buchen eine Tour, die mit dem Highlight „Frozen Niagara“ endet. Insgesamt ist allerdings die ganze Tour einfach nur super spannend, denn es ist teils echt eng (vor allem beim Abstieg am Anfang) und der Gang in die „Great Hall“ mit anschließendem „Licht ausschalten“ bleibt mit Sicherheit unvergessen… 😉

Nashville – die Stadt der Musik

Unser nächstes Ziel führt uns nach Tennessee: und zwar nach Nashville. Die Stadt ist bekannt für Country – Musik, Cowboystiefel, Moonshine und für sein Nachtleben. Am bekanntesten ist aber wohl der Broadway, auf dem sich alle Bars, Restaurants und Country Clubs befinden. Wir bleiben für ein Wochenende um uns an den wohl besten Tagen in das nächtliche Getümmel zu integrieren 😉 – Und da kommt es mehr als gelegen, dass wir zum Sonderpreis (3 für 2 – an dieser Stelle Danke an Denjo 😉 ) mit einem der Partybusse (ohne Dach) inklusive Bier durch die Stadt chauffiert werden. Party in Nashville – einfach nur legendär 😉

Der am meisten besuchte Nationalpark der USA – die Smoky Mountains

Der am meisten besuchte Nationalpark der USA, wer hätte das gedacht, ist tatsächlich der der Smoky Mountains. Da wir von Nashville nur einen Katzensprung entfernt sind, machen wir uns auf den Weg nach Pigeon Forge, das sich am Rande des Nationalparks befindet. Auch hier erwartet uns ein abwechslungsreiches Programm und wir gehen wieder einmal ausgiebig wandern (unter anderem auf dem gefährlichsten Wanderweg der USA – weil in dem angrenzenden See einige Menschen sind 😉 ) , schwimmen und schießen – jawoll, ein weiteres Highlight ist unser Besuch einer Shooting Range, auf der wir verschiedene Waffen „abfeuern“ dürfen.

Über Columbus und Detroit zurück nach Chicago

Unsere Reise neigt sich dem Ende zu und so beschließen wir, über folgende Route nach Chicago zurückzukehren: über Columbus (Hauptstadt von Ohio) durch das Amish Country bis nach Detroit, und dann über Holland zurück nach Chicago. So erreichen wir als erstes Columbus, wo wir entlang des Scioto Rivers einen super Blick auf die Skyline des Zentrums genießen. Unseren Besuch runden wir mit einem Besuch Würstchen Buffet im sogenannten German Village ab, bevor es ins Amish Country geht. Hier haben wir uns allerdings etwas anderes vorgestellt, denn bis auf einige Kutschen und einige Personen in traditioneller Tracht sehen wir nicht viel – es fällt lediglich auf, wie gut Tradition und Moderne scheinbar miteinander harmonieren können. 😉 Positiv überrascht sind wir hingegen von Detroit, denn die Stadt, die eigentlich pleite ist, scheint auf den ersten super schön zu sein. Zum einen ist es das belebte Zentrum und zum anderen die Gegend um die Zentrale von „General Motors“, die äußerst ansprechend erscheinen. Wir fahren allerdings auch noch durch die Vororte um uns die vielen verlassenen und herunter gekommenen Gebäude und Wohnhäuser anzuschauen – Und ja, davon gibt es tatsächlich sehr viele! 😉 Unser letztes Ziel ist Holland, eine kleine Stadt in der es ein traditionelles niederländisches Dorf gibt, in dem Tulpen wachsen, eine Mühle steht und ein paar Frauen sich wie Frau Antje verkleiden – ja 1A denken wir, haben wir ja nicht direkt neben unserem kleinen Emden. So sparen wir uns als Ostfriesen das Eintrittsgeld und einigen uns, demnächst noch einmal gemeinsam ins echte Holland zu fahren 😉

Zu Guter Letzt 🙂

So eine tolle Reise lässt sich natürlich nicht so einfach in gekürzter Form zusammenfassen und daher gibt es wie immer ein paar Erlebnisse, die zum Schluss zumindest erwähnt werden müssen 😉

  1. Auf dem John Hancock Center kann man vorne rüber kippen und gerade runtergucken 😉
  2. Denjo war bei der Armee – als Colonel („Körnel“)
  3. Eggi ist Bear Chills
  4. Henne ist Mr. Skittles
  5. Die „4 for 4“ Challenge bei Wendys
  6. Denjo ist der Baconator!
  7. 6 mal Outlet – Stores : Und die Preise sind leider fast immer gleich 😉
  8. Moonshine Tasting!
  9. 50 Dollar für einen Rucksack voll Zeitungspapier
  10. Die Ranch – Dressing Challenge oder die Skittles Challenge
  11. Sunshine, Lollypops, Rainbows everywhere – Guten Morgen 🙂
  12. E – Zigarette: 7 Tobacco Mix oder doch lieber Kautabak in die Plastikflasche?
  13. Four Winds Casino
  14. Vote for Trump! Welcome to Trumpland 😉

Es gibt noch so viel mehr zu erzählen, aber fürs Erste wird das wohl reichen 🙂