Thailand – 2007

Thailand – Meine erste große Reise

Thailand nimmt in meinem Herzen für immer eine ganz besondere Rolle ein. Es war das Ziel meiner ersten großen Reise, mein erstes Land außerhalb Europas und bleibt bis heute ein Land, von dem ich immer wieder erzähle.

Zunächst einmal behaupte ich, dass Thailand das Land für den perfekten Start für Backpacker darstellt. Es ist sicher, die Thais sind super nett und die touristische Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut. Aber fangen wir ganz von vorne an…

Von Krabi nach Koh Lanta

Wir flogen im Sommer 2007 von Deutschland über Singapur nach Krabi. Wir hatten bis auf die Flüge keine Idee wie es weitergehen wird: Keine Hotels im Vorfeld gebucht und auch keine wirkliche Ahnung welche Route wir einschlagen sollten. Per Zufall und wie sich später auch als Glück herausstellte, lernten wir Hailey am Flughafen kennen, die uns wiederum fragte, ob wir mit ihr ein Taxi ins Zentrum teilen wollen. Gesagt – Getan. Wir fuhren gemeinsam zu dem Hotel welches sie sich im Vorfeld ausgeguckt hatte und beschlossen noch am gleichen Abend, am nächsten Tag auf die Insel Koh Lanta zu fahren.

Und was soll man sagen – Koh Lanta ist toll! Es ist eine langgezogene Insel im Süden Thailand und zum Chillen einfach perfekt. Wir haben insgesamt 3 Nächte auf Koh Lanta verbracht, viel Bier getrunken (Vor allem Singha und Chang 😉 ) und viel Zeit im Wasser verbracht. Da wir mitten in der Nebensaison auf der Insel waren, waren nur wenige Touristen dort und so hatten wir hauptsächlich Kontakt zu den Einheimischen.

Mit unseren thailändischen Freunden verbrachten wir auch die Zeit während die Regenzeit ihrem Namen alle Ehre machte. Der Strand wurde von dem Sturm so abgetragen, dass ein plötzlicher Abgrund von einem Meter enstanden ist. Jung und betrunken wie wir waren nutzten wir diese tolle Gelegenheit schwimmen zu gehen – wir haben es überlebt ich denke das reicht als Statement und hier definitiv die Warnung : Bitte nicht nachmachen 😉

Koh Lanta nach Koh Phangan

Da der Regen auf Koh Lanta nicht wirklich einladend war, ging es weiter nach Koh Phangan. Auch in diesem Fall war es eher Zufall das dies unser neues Ziel war. Wir lernten einige Tage zuvor drei Österreicher kennen, die uns wiederum fragten, ob wir mit zur Full Moon Party wollen – und ja natürlich wollten wir das! Also ging es mit dem Minivan, einer Fähre und einem Speedboat nach Koh Phangan.

Full Moon Party – Special Happy Shake

Leider war zu unserm Zeitpunkt keine offizielle Full Moon Party. Trotzdem ist hier immer sehr viel los – Feuershows, Eimersaufen ( es gibt überall kleine Eimer mit beispielsweise Whiskey, Cola, Eis und einem Schuss Thai-Energydrink) und massenweise Trinkspiele. Der ganze Haad Rin Beach, an dem wir übrigens einen kleinen Bungalow direkt am Strand hatten, gleicht einem Riesen Trinkgelage.

Tja und was hat es mit dem Special Happy Shake auf sich? Also man hatte damals auf jeden Fall die Möglichkeit sich einen Shake mit Früchten und einem Spezialen Zusatz zu bestellen – und so viel sei für die Nacht verraten: Nach ca. anderthalb Stunden durchgängigem Lachen liefen wir in Schieflage (Vergleichbar mit Johnny Depp in Fear and Loathing in Las Vegas :-D) am Strand entlang um uns mit Schokolade und Chips einzudecken. Nachdem wir diese auch nach weiteren 2 Stunden Dauerlachen zu uns genommen haben geriet mein Bewusststein etwas in Schieflage : Nachdem meine Begleiter einschliefen wurde ich in der Nacht von Rehen verfolgt die mich töten wollten. Ja ich weiss – es klingt komisch – ist es im Nachhinein auch – aber zu dem Zeitpunkt war es leicht stressig. 😀 Und auch in diesem Zusammenhang muss ich sagen: Lasst lieber die Finger davon! 😉

Von Koh Phangan nach Koh Tao

Nach diesen feuchtfröhlichen Erfahrungen wollte wir es zunächst etwas ruhiger angehen. Wir entschieden uns, in Absprache mit unseren österreichischen Freunden, nach Koh Tao zu fahren, um dort einen Tauchschein zu machen. Nachdem wir eine tolle Tauchschule (den Namen kann ich leider nicht mehr sagen (so etwas wie „Phoenix Divers“)) gefunden hatten, bekamen wir unseren Lehrplan 😉 :

  1. Tag: Kennenlernen der Basics im seichten Wasser (z.B. „Was mache ich bei einer beschlagenen Taucherbrille?“ oder „Wie bekomme ich mein Mundstück wieder?“)
  2. Tag: Erster Tauchgang auf 4 – 6 Meter durch ein Riff (links und rechts richtig tolle und bunte Fische – super schön 🙂 )
  3. Tag: Zweiter Tauchgang auf 8 – 10 Meter im „offenen Meer (vorheriges runterziehen an einem Seil)

Naja also Tag eins und zwei habe ich auch geschafft und wie gesagt, insbesondere der Tauchgang durch das Riff war wirklich toll – Allerdings musste ich an Tag 3 in 6 Meter Tiefe husten und geriet somit in Panik 😀 Leider kann man beim Tauchen aber nicht einfach hochschwimmen (Dekompressionskrankheit) und so hat mich mein Tauchlehrer beim hochschwimmen an meinen linken Fuß wieder runtergezogen – und dieses runterziehen hat mir überhaupt nicht gefallen sodass ich am Ende von Tag 3 entschieden habe, dass ich zukünftig lieber an der Oberfläche bleibe und mich auf das Schnorcheln begrenze 🙂

Übrigens bestand das Ende des Tauchscheins in einem kleinen theoretischen Test der tatsächlich mehr als einfach war – vor allem durch den Tatbestand, dass es sich um eine Art „Gruppenarbeit“ handelte 😉

Unser letztes Ziel: Bangkok

Bangkok war das quasi das letzte Ziel unserer Reise. Wir kamen für gut 5 Tage in der Khao San Road unter und feierten fast jeden Tag. Das Nachtleben in der thailändischen Hauptstadt hat viel zu bieten und es gibt unzählige Kneipen, Bars und Diskotheken. Zudem hat Bangkok viele kulturelle Sehenswürdigkeiten (zahlreiche Tempel, den Köngispalast, der Fluss „Chao Phraya“ etc. ) – es gibt demnach viel zu tun in dieser lebendigen Stadt.

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten eingehen. Da meine Reise einige Jahre zurückliegt, denke ich das aufgrund des stetigen Wandels keine aktuellen Tips und Hinweise gegeben werden können 🙂 Ich werde allerdings mit Sicherheit in den nächsten Jahren noch einmal wiederkommen und werde dann ausführlich von Bangkok berichten 🙂

 

Zum Schluss nenne ich die Dinge, die ich zwar gemacht habe, aber die im Text leider nicht erwähnt werden konnten (warum auch immer 😉 ) :

  1. Speedboat von und nach Koh Phangan
  2. Jetski auf Koh Phangan
  3. 4 Gewinnt auf Koh Lanta
  4. Massenweise Pad Thai (ein thailändisches Nudelgericht)
  5. Chang & Singha Bier
  6. Rollerfahren auf Koh Phangan
  7. Kakerlaken unter dem Bett
  8. Unser hustender Tauchlehrer
  9. Tuk Tuks und Thai Whiskey
  10. Boom boom in Bungalow

 

Ich hoffe dieser kleine Bericht hat dir gefallen! 🙂