Kota Kinabalu welcomes you!

Nach einem doch eher ruhigen Aufenthalt auf Labuan machen wir uns mit der Fähre auf den Weg Richtung Kota Kinabalu, was im Bundesstaat Sabah liegt. Die Fahrtzeit mit der Fähre beträgt ca. 3,5 Stunden, was sich irgendwann wirklich zu ziehen beginnt.

Bedingt durch unsere Flugverbindung nach Neuseeland haben wir in Kota Kinabalu sieben Tage Zeit: Eine lange Zeit für die Stadt, aber eine zu kurze Zeit um den Radius auf Borneo größer zu ziehen. Wir sind sehr gespannt, womit wir all die Tage hier füllen können und werden.

„Welcome to Kota Kinabalu“

Bei Ankunft erwartet uns ein echt schöner, ausgebauter Steg; viele kleine Boote, Shops und Restaurants. Hier sind viele Menschen unterwegs und alles erscheint impulsiv und lebendig. Die Atmosphäre gefällt uns auf den ersten Eindruck sehr gut. Nach nur ca. 15 Minuten „Rucksack durch die Gegend schleppen“ erreichen wir unser Hostel. Wir lassen den Abend bei guten Gesprächen und einem Essen beim „großen M“ ausklingen. 😉

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„Sightseeing in Kota Kinabalu- ein kurzer Walk“

Schnell stellen wir fest, dass Kota Kinabalu nicht sonderlich groß ist und es hier eigentlich auch nicht sehr viel zu tun gibt, zumindest nicht in der Stadt direkt. Doch  einzelne Anlaufpunkte gibt es auch hier und wir begeben uns auf die Entdeckungstour dieser.

Der Stadtkern von Kota Kinabalu ist mit vielen Restaurants geschmückt. Wir begegnen hier vielen chinesischen Restaurants, was sich vermutlich mit den sehr vielen chinesischen Touristen erklären lässt. Auch die Shoppingmöglichkeiten sollten benannt werden. In Kota Kinabalu gibt es viele kleine Läden, welche zum bummeln einladen. Sonntags erstreckt sich in den Morgenstunden auf der Hauptstraße ein sehr großer Markt. Es ist laut und unglaublich viele Menschen sind hier, doch bietet sich hier eine große Einkaufsvielfalt und es gibt hier viel zu entdecken. Wir lieben Märkte, sodass auch wir an diesem natürlich nicht vorbeikommen und unsere Zeit hier genießen. Darüber hinaus gibt es in Kota Kinabalu einige Shoppingmalls, die echt riesig sind und wo Markenmäßig alles vertreten ist.

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Auf dem Sonntagsmarkt in Kota Kinabalu

Henne und ich schlendern an der Küste von Kota Kinabalu entlang. Hier gibt es eine große Halle, in welcher ein Lebensmittelmarkt aufgebaut ist und man zu super Preisen Obst kaufen kann. Wir probieren hier erstmalig „Jackfruit“, der kleine Bruder der von den Asiaten geliebten „Durianfruit“, auch bekannt als „Kotzfrucht“. Während Henne die „Jackfruit“ durchaus lecker findet, empfinde ich sie als ungenießbar und beschließe meine erste „Durianerfahrung“ doch noch ein bisschen länger auf die lange Bank zu schieben. 😉

Wir kommen an einem großen Platz vorbei, an dem zum Abend ein Fischstand nach dem Nächsten aufgebaut wird. Sicherlich für Fischliebhaber eine gelungene Abendbrotalternative. Ansonsten ist es einfach ganz nett, ein wenig am Wasser entlang zu schlendern und die Umgebung ein wenig zu betrachten.

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„Let´s go to the beach, Baby!“

Die Strandtage fallen auf so einer Weltreise doch eher rar aus, zumindest bei uns. Da die Zeit es hier jedoch zulässt beschließen wir, die Strände der Umgebung etwas genauer zu erkunden. Um Kota Kinabalu herum gibt es mehrere vorgelagerte Inseln, welche man nur in Form von verschiedenen Islandhoppingtouren ansteuern kann. Wir beschließen, drei Inseln anzufahren. Auf jeder Insel haben wie einen zweistündigen Aufenthalt.

Unser Boot lässt uns an der ersten Insel aussteigen. Voller Euphorie wollen wir zwei die Insel ablaufen, doch wie sich schnell herausstellt, werden wir in unserem Tatendrang gestoppt, denn dies ist nicht möglich. Uns wird lediglich erlaubt, uns vorne an dem Strandabschnitt aufzuhalten… echt jetzt?- Nun gut, dann relaxen wir eben und verbringen unsere Zeit mit schwimmen und schnorcheln. Auch die zweite Insel zielt auf das Baden und Sonnenaalen ab. Doch ist diese Insel etwas größer und neben miserablen Nudeln, die wir zum Mittag essen, kann man sich auf der Insel auch ein wenig umschauen.

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Die dritte Insel begrenzt sich wieder auf zwei Strandabschnitte. Das Wasser hier bildet wohl den größten Korallenfriedhof, den wir bisher je gesehen haben! Bis man überhaupt von der Tiefe her schwimmen kann läuft man über eine tote Koralle nach der Nächsten. Schon sehr traurig, wenn man überlegt, wie schön es hier gewesen sein muss, bevor alles zerstört wurde. Auch ich liebe es die Welt zu erkunden, doch kein vernünftiger Umgang mit den Dingen lässt so vieles zerstören. Nicht alles sollte dem Tourismus zugänglich gemacht werden und wenn, dann mit ganz viel Bedacht…Was uns hier verblüfft ist die Artenvielfalt der Fische. Kaum den Kopf unter Wasser gehalten begegnet man unzähligen, verschiedenen Fischen, mitunter ganzen Regenbogenfischschwärmen. Recht paradox an solch einem Ort..

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Nun geht es auch schon wieder zurück zum Pier. Viel zu entdecken gab es heute nicht, doch konnten wir relaxen, schwimmen und schnorcheln, was auch mal sehr schön sein kann.

„Ein bisschen Natur im Kota Kinabalu Nationalpark“

Um auch ein wenig etwas von der Natur und der Umgebung von Sabah zu sehen machen wir einen eintägigen Ausflug in den Kota Kinabalu Nationalpark. Unser erster Stopp ist ein sehr schöner Platz, von dem man aus den Mount Kinabalu fotografieren kann. Der Mount Kinabalu ist hier zu Lande eine wahre Attraktion. Er ist 4095m hoch und liegt im Zentrum von Sabah . Viele Menschen kommen in die Region um diesen Berg zu besteigen. Und wem es gelingt, der bekommt am Ende der Bergbesteigung sogar noch eine nette Urkunde. Neben schönen Fotos vom Berg erkunden wir hier auch noch ein wenig die Umgebung.

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Unser Guide Clement gibt uns jede Menge Informationen über Land und Leute, was wir immer sehr befürworten. Er möchte uns gerne den Startpunkt zum Bergaufstieg zeigen und bringt uns dort hin.Einmal jährlich gibt es hier einen Wettbewerb, bei welchem es darum geht, wer als schnellstes den Berg herauf und wieder herunter rennen kann. Die Ergebnisse sind bewundernswert und erschreckend zugleich! Ich zitiere mal an dieser Stelle unseren Guide Clement: „ They are no people, they are Aliens!“. Aber überzeugt euch selbst 😉

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Die Aussicht vom Standpunkt aus ist toll, doch werden wir von unzähligen, super süßen Eichhörnchen abgelenkt.

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Henne im Stress… Eine kleine Fotolovestory: 😉

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Letztlich wurden sie doch noch Freunde. Ende gut, alles gut. 😉

Als nächstes machen wir einen kleinen Walk durch den Nationalpark. Clement zeigt uns viele verschiedene Pflanzen und deren Funktionen, wie auch ihre Wirkungen auf bestimmte Krankheiten. Mal wieder stelle ich fest, wie viel unsere Natur doch eigentlich zu bieten hat, sehr beeindruckend!

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Auch die berühmte malaysische Riesenblume, die „Rafflesia“, welche im Dschungel wächst, finden wir hier, allerdings in unserem Fall nur aus Plastik.

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Nach einem sehr leckeren Mittagessen machen wir einen „Canopy Walk“ im Dschungel. Was soll ich sagen? Für Menschen wie mich, die ernstzunehmend mit Höhenangst zu kämpfen haben ist diese Erfahrung an der einen oder anderen Stelle wie der „Walk“ in den Abgrund. Doch ist es schon sehr beeindruckend den Dschungel mal aus dieser Perspektive betrachten zu können und Henne und Clement haben wunderbar Sorge dafür getragen, dass ich diesen „Zitterpfad“ überlebe.

 

Zum Schluss führt uns Clement zu einem Wasserfall, welchen wir zunächst komplett für uns alleine haben. Welch ein idyllischer Ort und obendrein bekommen wir ein natürliches Fischspa gratis. Es dauert keine zwei Minuten, bis sich unzählige Fische an unseren Füßen sammeln und diese von Grund auf reinigen.

„So lässt sich behaupten, ein kleines Fazit“

Alles in allem war unsere Woche in Kota Kinabalu schon recht cool. Ob es unbedingt eine Woche sein muss sei mal dahingestellt. Wir sind an diesen Zeitraum bedingt durch Kostensparen und die Airlines gebunden und hinzukommend hat man als Langzeitreisender ja auch ein gutes Zeitkontingent. In jedem anderen Fall behaupte ich, je nachdem was man unternehmen möchte, reichen 3 Tage absolut aus. So oder so, bei einer Reise auf Borneo sollte man Kota Kinabalu und Sabah an sich in jedem Fall nicht verpassen.

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