Brunei – Das Tor Borneos

Möchte man sich im Internet über Brunei informieren, so findet man zunächst einige Artikel, in denen Brunei auffällig negativ dargestellt wird: „Öde, langweilig, viele Verbote, streng religiös und wenig sehenswertes!“ – Es sind genau diese Aussagen, die uns immer wieder dazu verleiten sich ein eigenes Bild zu machen, denn schließlich sollte man den Medien nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken 😉 Und so machen wir uns, nach einer weiteren Nacht am Flughafen von Kuala Lumpur, auf in das Sultanat Bruneis.

Ankunft in Brunei – Ab in’s Krankenhaus!

Wir haben uns für Brunei eine AirBnB – Unterkunft organisiert, denn Hotels sind hier ziemlich teuer und es gibt nur sehr wenige Hostels. Wir haben ein gutes Angebot gefunden, denn so wie wir es verstanden haben, bekommen wir ein eigenes Zimmer mit Bad, Frühstück (wir können zwischen 5 Gerichten auswählen) und sogar der Transport mit eigenem Fahrer soll inklusive sein – Dafür zahlen wir ca. 30 Euro, ein Schnäppchen denken wir uns. 🙂

In Brunei angekommen werden wir direkt von unserem Fahrer abgeholt, der uns umgehend zu unserer Unterkunft bringt. Aufgrund unseres kleinen Roller – Unfalls entscheiden wir zuerst ins Krankenhaus zu fahren und die Wunde an Nicoles Knie einmal überprüfen zu lassen. Folglich sitzen wir ca. 4 Stunden im Krankenhaus, Nicole bekommt eine kleine Reinigung der Wunde und wir nehmend dankend noch einige Utensilien unseres freundlichen philippinischen Assistenten entgegen. Für die kleine Behandlung inklusive Reinigung, 10 Tabletten Antibiotika und einer Tasche voller Krankenhausartikeln zahlen wir ca. 25 Euro. – Wir können uns soweit nicht beschweren! 🙂 Und das Beste – Unser Fahrer hat die gesamte Zeit auf dem Parkplatz gewartet. 😉

Der Nachtmarkt von Brunei – Ein Flop?

Da es schon recht spät ist, beschließen wir nur noch eine kleine Nachtfahrt durch Brunei zu unternehmen. Wir fahren zur großen Sultan –  Omar – Ali – Moschee, zur Jame – Asr – Hassanil – Bolkiah – Moschee und schließlich zu einem Nachtmarkt, auf dem wir unser Abendessen zu uns nehmen möchten. 🙂 Auf all den Reisen die wir in den letzten Jahren unternommen haben, müssen wir wohl zugeben, dass der Nachtmarkt in Brunei der wohl mit Abstand schlechteste ist: Es gibt ca. 20 Essensstände, keinerlei Inspiration in Hinsicht auf Kleidung oder sonstigem SchnickSchnack und wir sind mit der Erkundung in ungefähr 10 Minuten fertig. 😀 Ja Mensch, Nachtmarkt in Brunei ist ja richtig interessant, vor allem dann wenn man sich ein „Papa John“ (Großes Baguette mit Ei, Schinken und eigentlich einigen Soßen) bestellt, und die Dame hinterm Stand einem bei der Aushändigung offenbart, dass keine Soßen mehr vorhanden sein. „Das Ende der Geschicht – Iss dein Brot ohne Soße nicht“! – Denn es war scheußlich 😀



Und so fahren wir nach einem langen Tag wieder zurück zu unserer AirBnB Unterkunft wo uns der nette Fahrer plötzlich um 50 US-Dollar bittet. – Der Fahrer sei nämlich doch nicht mehr inklusive. Und so diskutieren wir einige Minuten bis der Sohn unserer Gastmutter vermittelt und uns darauf hinweist, dass seine Mutter sehr beschäftigt sei und bei dem AirBnB – Inserat wohl nur den Preis aber nicht die Bedingungen geändert hat – Eigentlich kostet die Unterkunft inklusive Fahrer nämlich 100 Euro und eben nicht 30 Euro! – „Ok“, denken wir uns, nicht unser Problem und so werden wir wohl den nächsten Tag mit dem Bus in die Stadt fahren! 😀

Zigaretten? – Nur auf dem Schwarzmarkt!

An dieser Stelle möchte ich allerdings auch noch auf den Sohn unserer Gastmutter eingehen. So gibt es in Brunei ein absolutes Rauchverbot und Zigaretten sind hier verboten. Es gibt keine Möglichkeiten sich auf legalem Wege Zigaretten zu beschaffen und so sind wir in diesem Fall auf den Schwarzmarkt angewiesen: Also kaufe ich bei dem Sohn unseres Gastgebers, der scheinbar gute Verbindungen zum Schwarzmarkt unterhält, eine Schachtel Mentholzigaretten. 😀 Die durften wir dann glücklicherweise in einer dunklen Ecke in dem Garten unserer Gastmutter rauchen – Da fühlt man sich doch direkt an seine Schulzeit und den damals so beliebten Fahrradständer zurückversetzt… 😉

Auf einen Spaziergang durch Brunei

Nach diesem langen aber interessanten Tag machen wir uns nun endlich auf, das Stadtzentrum Bruneis zu entdecken. 10 Minuten von unserer Unterkunft entfernt befindet sich eine kleine Bushaltestelle und so fahren wir mit einem Minibus in Richtung Stadtzentrum. Wir beginnen an der Uferpromenade, von der wir einen guten Blick auf die alte Infrastruktur Bruneis genießen: Denn früher wurden Häuser auf Stelzen direkt auf dem Wasser gebaut und trotz der Bemühungen des Königs sind bis diese Gebäude im Rahmen eines sogenannten „Water-Village“ bis heute vorhanden. Wir haben zwar keine Bootsfahrt in Richtung dieser Dörfer unternommen und trotzdem sieht man schon von weitem, wie sich das Leben dort wohl abspielt….

Unser nächstes Ziel stellt die Sultan – Omar – Ali – Moschee dar, die wohl das bekannteste Wahrzeichen Bruneis darstellt. Die Moschee kann besichtigt werden, überzeugt jedoch nicht von ihrem Innenleben 😀 Es ist eher der fein angelegte Teich sowie das dort aus Marmorstein gebaute Schiff, dass den Besuch der Moschee perfekt abrundet. Tatsächlich stellen wir fest, dass die Moschee durchaus Charme hat und sich super fotografieren lässt. Die fogenden Bilder beweisen dieses Statement 🙂

Unser Spaziergang durch Brunei führt uns an einigen interessanten Gebäuden vorbei, die sich von einer normalen Shopping Mall über das Religionsministerium bis hin zur Parkanlage erstrecken. Ohne auf weitere Details eingehen zu wollen, sollen in diesem Fall die folgenden Bilder für sich sprechen…

 


Auf den Fischfarmen Bruneis

Nachdem wir nach einem langen Tag wieder in unserer Unterkunft ankommen, entschuldigt sich unsere Gastmutter bei der Ankunft zunächst für die Verwirrung in Hinblick auf unseren Fahrer. Natürlich sollen wir nichts zahlen und als kleine Wiedergutmachung möchte sie uns unbdingt die Fischfarmen sowie den Strand zeigen, die sich in unmittelbarer Nähe befinden sollen. Gesagt – Getan! Und so sitzen wir wieder im Auto auf dem Weg zu den Fischfarmen. 🙂 Und ohne auf die Details wie Produktonsmenge etc. eingehen zu wollen, machen wir auch hier noch einige schöne Fotos – Zum Abschluss unseres Brunei – Aufenthalts! 🙂


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