Lopburi und die Invasion der Affen


Von Ayutthaya aus geht unsere Reise weiter nach Lopburi, einem kleinen Ort im zentralen Nordthailand. Es heißt mal wieder Sachen packen und Zug fahren. 😉

„Eine Zugfahrt, die ist lustig. Eine Zugfahrt, die ist schön…“

Die Fahrtzeit von Ayutthaya nach Lopburi beträgt ca. 2 Stunden, und der Zug ist sehr voll! Eine thailändische Zugfahrt ist definitiv etwas anderes als die langweiligen Zugfahrerfahrungen in Deutschland. Dazu wird Henne jedoch noch einen eigenen Blogeintrag verfassen. 😉 Im Zug angekommen habe ich als Frau mal wieder ungemein Glück und mir wird direkt von drei thailändischen Frauen ein Platz angeboten. Derweil komme ich mit Lououi und ihrer Großmutter ins Gespräch. Es wird sich viel unterhalten und natürlich werden auch viele Fotos gemacht, allerdings hatte Lououi mich zuvor gefragt, ob das in Ordnung sei. Helle Haut, blonde Haare und blaue Augen sind und bleiben in vielen Teilen der Welt etwas „Besonderes“. 😉 Dank Lououi und ihrer Familie werden wir rechtzeitig informiert, wann wir aussteigen müssen und so haben wir genug Zeit, um unsere Koffer aus dem vollen Zug zu karren. Liebe Lououi, danke für diese zauberhafte und spannende Begegnung!

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„Die tierische Begegnung…“

Lopburi selbst hat nicht viel zu bieten, im Grunde genommen geht da eigentlich gar nichts. Was Lopburi jedoch als Stadt bekannt macht sind Affen, die hier in der Stadt heimisch sind. Diese sind überall und jeder Fremde wird vor ihnen gewarnt. Hier ein paar Verhaltensregeln im Umgang mit ihnen:

  1. Verstaue deine Wertsachen gut und sicher.
  2. Trage nichts am Körper, wessen Verlust du nicht verkraften könntest. 😉
  3. Komme nicht auf die brilliante Idee, Lebensmittel offenkundig bei dir zu haben.
  4. Hinzugehen und „die kleinen, putzigen Affen“ streicheln zu wollen ist von abzuraten. Sie sind nicht klein und süß, sondern können zu kleinen, aggressiven Monstern mutieren.
  5. Wurdest du von einem Affen gebissen, begebe dich direkt ins Krankenhaus.

Wir wurden im Vorfeld wirklich viel gewarnt. Allerdings waren einige Darstellungen doch ein wenig zu dramatisch. Die Erfahrung, dass die Affen vor Ort super aggressiv seien, können wir nicht teilen. Doch hielten wir uns an die oben beschriebenen Verhaltensregeln, um ein Risiko zu minimieren. 😉

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„40 Grad und es wir noch heißer…“

In Lopburi begeben wir uns zunächst zu unserem Guesthouse. Dieses hat eine nette Bar in der unteren Etage, jedoch darf man hier keine eigenen Lebensmittel und Getränke verzehren. Und da es hierfür nirgends Raum gibt, empfinden wir es als ein wenig suboptimal. Unser Zimmer hingegen bildet eine kleine Katastrophe. Wir haben bei der Buchung leider verschlafen, auf die Klimaanlage zu achten. Das Ergebnis: eine saunaartige Sardinenbüchse. Es sind bestimmt über 40 Grad in diesem kleinen Kabuff! Nungut, denken wir uns, es ist ja nur für eine Nacht.

„King Loui und sein Affentempel!“

Wir starten nach einer erfrischenden Cola mit unserer Erkundungstour. Wir gehen direkt zu dem Affentempel. Irgendwie erinnert das Bild an das „Dschungelbuch“. Vor uns erstreckt sich ein alter, morbider Tempel, welcher von unzähligen Affen belagert wird. Beim Eingang bekommen wir direkt einen Stock ausgehändigt, für den Fall der Fälle. 😀

Wir haben den Eindruck, dass die Affen mit uns Leben können, solange auch wir mit ihnen respektvoll umgehen. Dennoch gibt es den einen oder anderen neugierigen Affen, und nachdem man gefühlt provozierend beäugelt wird dauert es keine drei Sekunden, bis der erste Affe auf meinen Rücken springt. Ein weiterer Affe versucht sein Glück und sucht meinen Kopf ab. Im nachhinein stelle ich fest, dass meine Haarspange weg ist. Wenn man das Foto von ihm und mir heranzoomt kann man erkennen, wie er diese gerade probiert. Auch Henne darf erleben, wir ihm ein Affe auf den Rücken springt. Die Situation ist ganz witzig, denn Affen sind nicht dumm und sie wissen, wie man die Reißverschlüsse von Rucksäcken öffnet. Doof nur, dass wir heute mit einem Beutel unterwegs sind. 😉 Dem Affen ist quasi seine Verdutztheit und Überfragung ins Gesicht geschrieben, wie er diesen Rucksack öffnen kann. Es dauert jedoch nicht lange, bis er das Prinzip verstanden hat und ich schreite zur Tat und verjage ihn. Der Affentempel macht uns sehr viel Spaß und wir verleben hier wirklich schöne Momente.

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Nach dem Affentempel wandern wir ein wenig durch Lopburi, wo wir noch dem einen oder anderem Affen über den Weg laufen und gelangen zu einer Art Festung. Diese ist ganz nett, haut uns jedoch nicht vom Hocker. Da unser Guesthouse keine erholsame Nacht zu versprechen vermag und wir einen Nachtzug ausfindig machen, der uns binnen von 10 Stunden nach Lampang bringen würde (welcher hinzukommend wesentlich günstiger wäre als über Tag) beschließen wir, mitternachts wieder aufzubrechen. Für Lopburi reicht ein halber Tag aus, doch hat man die Zeit, ist dieser, alleine wegen der Affen ein absolutes muss.

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