Cozumel

Von Playa del Carmen aus wollen wir mit einer Fähre für einen Tagesausflug nach Cozumel. Gesagt, getan 😉 .

Nachdem wir also ca. 1 Stunde (!!) von unserer derzeitigen Airbnb- Unterkunft aus bis zum Fährterminal gelaufen sind, schnappen wir uns die nächstmögliche Fähre. Die Überfahrt dauert ca. 1 Stunde, aber da ich Wasserüberfahrten liebe ist die Fährfahrt für mich eher ein weiteres Highlight des Tages. 😉

„Welcome to…..“

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Auf Cozumel angekommen werden wir von all den Verkäufern begrüßt, wie wir sie bereits aus Playa del Carmen kennen: „Autovermietung?“ – „Rollervermietung?“- „Schnorcheltour?“- „no,no,no!“ – „Shopping als organisierte Tour“?-> wtf?! Tatsächlich ist Cozumel sehr bekannt für tolle Schnorchelspots. Da wir jedoch „Low- Budget Langzeitreisende“ sind und noch planen, nach Belize zu fahren (wo sich das zweitgrößte Reef der Welt befindet) wollen wir uns heute, anstatt schnorcheln zu gehen, einen Roller ausleihen. Zunächst wollen wir jedoch den Stadtkern zu Fuß erkunden.

Am Ufer entlang erstrecken sich viele Restaurants und Cafés. Wir bewegen uns Richtung Zentrum. Hier hat der Tourist mal wieder die Möglichkeit, in den unzähligen, überteuerten Shops sein Geld loszuwerden. Dennoch, die Gegend ist sehr einladend und schön. Man kann hier sehr gut schlendern und es bietet sich auch hier das eine oder andere Fotomotiv.

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„Vom Rollerverleih und der Verantwortlichkeit…“

Nun gilt es, sich einen Roller auszuleihen. Ein Typ hat uns, während wir im Stadtkern spazieren gegangen sind, um die fünf mal angesprochen, also machen wir ihn zu unserem Auserwählten 😉 . 10 Minuten und Hennes super Verhandlungsgeschick später sind wir drei uns einig und wir mieten einen Roller für 15€ für den ganzen Tag. Man versucht uns, sämtliche Versicherungen zu verkaufen. Nö, wollen wir alle nicht 😉 . Man sagt uns, im Falle eines selbstverschuldeten Totalschadens müssten wir für den Roller aufkommen, was sich auf 2000 Dollar belaufen würde! Ja ne, ist klar! Ein neuer Roller kostet in Mexiko zwischen 400-800 €! Unglaublich! Letzlich gehen wir das Risiko ein und Henne muss einen Wisch unterzeichenen, in dem Henne selbst folgendes eintragen muss: “ Ich bin zu 100 Prozent für den Roller verantwortlich“. Psychologisch betrachtet ist es eine 1a Taktik! Nun ist endlich alles geschafft und wir starten endlich mit unserem Roller durch!

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„Let´s cruise Baby!“

Wir planen, die halbe Insel zu umfahren. Würde man in einem Stück durchfahren, so benötige man 1 Stunde (die gesamte Distanz beläuft sich auf 60 km). Das ist gut zu schaffen. Und Spaß macht es ja auch! Unseren ersten Stopp machen wir an einem tollen Strandabschnitt. Hier soll man super schnorcheln gehen können. Uns so ist es auch! man begegnet tatsächlich einigen Fischen unter Wasser. In einem Moment werde ich von einem Schwarm „fußgroßer“, grauer Fische umzingelt. Beeindruckend!

Wir fahren weiter, um die weitere Insel zu erkunden. Man hat die Möglichkeit, an vielen Punkten zu stoppen, doch mietet man ein Fahrzeug für einen Tag, so muss man selektieren. Man schafft einfach nicht alles in kurzer Zeit. 😉

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„Die STVO Cozumels und deren korrupten Polizisten“

Die Straße ist quasi in zwei Straßen unterteilt: Auf der linken Seite verläuft der Highway im klassischen Sinne. Die rechte Straße kann wohl, zumindest teilweise, von allen zweirädigen Fahrzeugen genutzt werden, so auch den Rollerfahrern. Folglich fahren wir, wie auch viele weitere Rollerfahrer auch, auf der rechten Straße. An einem bestimmten Punkt wird wohl ausgeschildert, dass ab hier nur noch Radfahrer auf der rechten Straße fahren dürfen. Wir haben diese Schilder auf irgend eine Art und Weise wahrgenommen, uns jedoch ehrlich gesagt dabei nicht sehr viel gedacht und fahren weiterhin auf der rechten Straße. Schade, schade, denn einige Minuten später werden wir von einem Polizisten angehalten. Dieser weist uns darauf hin, dass wir hier nicht fahren dürfen und er uns deshalb „leider, leider“ einen Strafzettel erteilen müsse. Henne solle seinen Führerschein abgeben, und wir könnten diesen dann gegen eine Strafe von 25 USD in der Polizeistation von Cozumel auslösen. Dabei präsentiert er uns stolz zwei weitere Führerscheine, die er bereits von zwei Amerikanern als Pfand für den Strafzettel  einkassiert hat. Der Polizist spricht nur Spanisch, wir nicht. Wir versuchen dennoch mit Händen und Füßen, dem Polizisten zu erklären, dass wir aus Deutschland kommen (die Amerikaner sind hier nicht so gerne gesehen 😉 ), wir aber auch keine Dollar besitzen, nichtmal genug Peso dabei haben, um das zu bezahlen, und ob er keine Ausnahme machen könne. – Könne er leider, leider nicht. Irgendwann resignieren wir und bieten ihm eine Visazahlung an. Hoppla, da kommt der Herr Polizist jedoch ins straucheln. Letzlich teilt der Polizist uns mit „kein Ticket“ und wir dürfen gehen. Henne erfasste die Situation schneller als ich. Er ist der festen Auffassung, der Polizist wollte sich bestechen lassen- ergibt absolut Sinn! Wir haben heute tatsächlich nicht mehr Geld dabei gehabt, doch bestätigt uns auch diese Situation, warum zwei Portmonees (also ein „Fakeportmonee“) absolut Sinn ergeben.

„Offener Helm – Gischt im Gesicht“

Im Folgenden legen wir noch einige Stopps mit dem Roller ein. Cozumel überzeugt, aber auch das Rollerfahren entlang am Meer , immerzu eine frische Prise um das Gesicht, lässt Freude aufkommen.

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Gegen 18h geht es Richtung Tankstelle. 20 Peso (1€) hingelegt, und der Tank ist voll. Super! Wir bringen den Roller zur Station zurück, wo einfach mal niemand ist. Herrlich, mittags sind sie alle präsenter denn je, abends ist keiner mehr in Sicht… Henne läuft sämtliche Plätze ab und nach ca. 30 Minuten kommt dann eindlich jemand, und nimmt uns ohne Probleme unseren Roller ab.

„Zum Schluss ist ein kleiner „Chemodog“ ein muss“

Den Tag über wieder kaum was gegessen tut es heute auch ein Hotdog von Oxxo (Chemobombe), den wir auf dem Hauptplatz von Cozumel genießen und so den Tag ausklingen lassen. Allmählich zieht sich der Himmel zu und es scheint ein Unwetter aufzuziehen, also beschließen wir, die nächste Fähre zu nehmen und in aller Ruhe wieder nach Playa del Carmen zu schippern. Schließlich wartet dort noch ein Walk von einer Stunde zurück in unsere Unterkunft auf uns 😉 .

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