Die Ruinen von Tulum

Um von Playa del Carmen nach Tulum zu kommen, hat man zwei Optionen: Man kann eine organisierte Tour buchen (Kostenfaktor liegt bei ca. 20- 30 Euro allerdings inklusive der Ruinen von Coba) oder aber man schnappt sich ein Taxi Collectivo. Diese sind in Mexiko sehr populär, insbesondere bei den Locals. Eine Taxi Collectivo ist, wie der Name eigentlich auch schon verrät, ein Sammeltaxi, welches an festgelegten Punkten (wie eine Busstrecke) Menschen einsammelt bzw. aussetzt. Der Kostenfaktor, um mit diesem nach Tulum zu kommen liegt bei 45 peso pro Fahrt, also 2,50€. Die Entscheidung fällt uns leicht 😉 . Wir warten an der ersten Haltestelle, um uns gute Plätze zu sichern und fahren in Folge eine Stunde, ehe wir bei den Ruinen ankommen.

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Dort angekommen nehmen wir erstmal einen Weg von ca. 10 Minuten auf uns, um überhaupt erstmal zum Eingang zu gelangen. Auch hier winkt uns wieder ein überteuerter Verkäufer nach dem Nächsten mit seinem Stand entgegen und wir sagen, wie so oft, unser geübtes „no“.
Kurz vor dem Eingang erblicken wir eine Ansammlung von Menschen. Sie scheinen etwas entdeckt zu haben. Wir schließen uns diesen an und siehe da, ein Nasenbär der nach Nahrung sucht! Zu süß! Weniger süß sind wiederum die Deppen von Touristen um uns herum. Einer von ihnen scheint ein wenig zu ungelduldig (oder erhofft sich sonst was von dem Tier, oder meint besonders witzig zu sein) und tritt und schlägt nach ihm! Was ein Penner! Ja, was fällt denn dem Nasenbären auch ein, sich einfach wegzudrehen und nicht für die Menschenmenge zu tanzen?!… Genauso erchreckend finde ich jedoch die Reaktion eines weiteren Touristen. Dieser, voll erschrocken, ruft: „Sei vorsichtig!Der ist aggressiv! Nicht dass er dich beisst!“- Ja, der Nasenbär scheint es nicht so witzig zu finden, dass nach ihm getreten und geschlagen wird und er beginnt, ihn anzuknurren. Aber … ernsthaft? Entschuldigung, aber Menschen können so unfassbar beschränkt und dumm sein! Natürlich, das Tier ist von Grund auf aggressiv und sein Knurren hat auch rein gar nichts mit dem Affen von Menschen zu tun, der so respektvoll mit ihm umgegangen ist! Ein schönes Beispiel des Selbstverständnisses und des Egozentrismus einiger Menschen! Ich mache drei Kreuze, denn die Deppen beschließen kurzerhand nach dem Geschehenen weiterzugehen. Wir nutzen die nun entstandene Ruhe und beobachten den Nasenbären und versuchen, ihn hier und da auf die Kamera zu bekommen, ohne dass er für uns tanzen muss.

Wir gehen zum Eingang und zahlen einen Parkeintritt von 60 Peso pro Kopf. Vollkommen in Ordnung! Wir erkunden den Park und sind über die Größe verblüfft. Liegt vielleicht auch daran, dass wir auf die Ruinen eingestellt waren und fertig, doch Tulum glänzt mit einer schönen Parklandschaft und vielen „lazy lizards“ (große, faule Leguane) 😉 . Das „Besondere“ an den Ruinen von Tulum ist, dass sie direkt an einen großen Strandabschnitt grenzen. Man hat also einen wirklich schönen und speziellen Blick auf die Ruinen. Ohne nun in jedem Bericht über die Ruinen im Mayagebiet auf die Mayas selbst einzugehen, möchte ich einfach für dieses tolle Plätzchen Erde die Bilder für sich sprechen lassen.

Unser Fazit: Tulum ist klein aber fein. Es lohnt sich allemal einen halben Tag für Tulum einzuplanen. Und der Blick auf die Ruinen, welche an den Strandabschnitt grenzen, ist in jedem Fall einen Fotostopp wert.

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