Die Begegnungen auf Reisen

Worüber spricht man nach einer Reise und auch noch viele Jahre später am meisten? Natürlich ist es das Land, welches prägt; die Kultur, die Landschaft, die Städte, das Essen, die Ausflüge… aber vor allem sind es auch die Begegnungen und die gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse, an die wir uns gerne zurück erinnern und von denen wir gerne erzählen. Auf Kuba haben wir einige dieser Begegnungen, die unser Herz berührt haben und welche wir nicht vergessen werden.

Es treffen sich ein VWLer, eine BWlerin, ein Lehrer in Spe und eine Pädagogin 🙂

Zwei sehr interessanten Persönlichkeiten begegnen wir Vinales, A. und D. aus Münster (da ich nicht weiß ob es für die beiden okay ist deren Namen preiszugeben schreibe ich nur den ersten Buchstaben).  Eigentlich kam man, wie so oft, eher zufällig ins Gespräch in einem Lokal. Wir stellen jedoch fest, dass wir alle 4 die gleiche Walking Tour für den selben Tag gebucht haben, sodass wir diese letzlich gemeinsam verleben. Während der Tour kommen sehr viele interessante Gesprächsthemen auf, also beschliessen wir, das ganze am Abend bei 1-2 Drinks zu vertiefen. Auf typisch- kubanisch- leerem Magen kommt trinken nicht gut 🙂 . Die Zeit rennt, wir versacken, tauschen bei den beiden noch 10 Euro in CUC ein, um noch mehr trinken zu können 🙂 und finden uns mitten in der Nacht angeheitert zu Hause wieder. Wir merken, wir werden alt, denn wir benötigen den kompletten nächsten Vormittag um wieder zu Kräften zu kommen 😀 Dennoch, wir danken A. und D. für sehr schöne Stunden! Zwei Menschen, mit wirklich sehr spannenden Vitas und sehr liebenswerten Wesen. Und nein, ihr zwei wirkt absolut nicht wie typische BWLer und VWLer 😉

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Austausch vom Weltreisenden zum Weltreisenden

Auch in Vinales lauschen wir einem weiterem Pärchen, Mona und Jan beim Essen. Ja ich weiß, wir Stalker 🙂 Mona und Jan sind ebenfalls Langzeitreisende, Mitte 20, beide Erzieher. Einige Parallelen lassen sich ziehen 😉 . Das lädt zu einem Gespräch ein. Wir selbst verleben unseren letzten Abend auf Kuba und achten auch generell auf das Geld, gezwungenermaßen als Langzeitreisende 😉 . Umso sympathischer finden wir es, dass wir uns heute nicht erklären müssen warum vielleicht keine 2-3 Mojitos mehr drin sind und wir alle 4 den gleichen Stand haben: Wasser und die Stufen des Hauptplatzes tun es auch! 🙂 – was Spaß macht! Mona und Jan reisen bereits 6 Monate und sind am Ende ihrer Reise angekommen. Wir freuen uns sehr, dass sie mit uns ihre Geschichte teilen, da sie diese in den letzten Monaten wahrscheinlich 1456 Mal erzählt haben und wir wirklich gut verstehen könnten, wenn man einfach irgendwann keine Lust mehr hat, es zum 1457 Mal zu erzählen 😉 Die beiden hatten eine sehr spannende Reiseroute  und tolle Erfahrungsberichte und wir freuen uns darauf, zu verfolgen, wie es bei ihnen weitergeht. Danke auch an dieser Stelle für die tollen Tips zum Reisen in Indien…

Ein verrückter Abend in Trinidad

At last but not at least treffen wir in Trinidad auf Lisa und Brian. Da wir mit den beiden zwei volle und intensive Tage verbringen beginnt diese Geschichte ganz von vorne, also auf Anfang:

Ein Mojito zuviel, E. aus Istanbul und Dinner mal ganz anders

Nach einer seeehr langen Taxifahrt kommen Henne und ich in Trinidad an und gönnen uns erstmal einen kubanischen Kaffee. Das meint Kreationen wie Kaffe mit Bananenlikör, Kokosliquör, Zimt, Rum, natürlich 😉 und vielen anderen „abgespacten“ Sachen. Der Mojito danach sorgt für den Rest 🙂 Angeheitert starten Henne und ich in Richtung der Taverne (endlich mal super Essen!! 🙂 ). Wir treffen hier auf E, einen äußert netten Mann aus Istanbul. Mit diesem teilen wir uns eher zufällig einen Tisch, sind jedoch ganz froh, denn es ist wirklich nett sich mit ihm zu unterhalten. Wir bestellen also jeder Essen. Kurz die Relationen: Henne und ich bestellen 2 Tapas und 1 Hauptgericht + 2 Cola, E. bestellt 4!! Hauptgerichte für sich, (ohne Scheiß, davon wären ganze kubanische Familien satt geworden!), Wasser und Bier für alle. Sein Essen braucht aus unerklärlichen Gründen länger als unseres. Während Henne und ich also fast fertig sind mit dem Essen bekommt E. seine erste Mahlzeit. Fast zeitgleich erhählt er eine Mail aus der Heimat, welche ihn sehr aufwühlt. Während das bestellte Festmahl von E. zunehmend den Tisch füllt verlässt E. das Restaurant und beginnt draußen herumzutigern und zu telefonieren – mal in Sichtweite, mal ausserhalb. Die Kellner und wir sehen uns mehr als irritiert an. Irgendwann kommt E. wieder rein, isst exakt 2 Schrimps und eine Pommes, lässt das komplette Essen zurückgehen (nachdem wir es satt und dankend ablehnen), entschuldigt sich bei uns für die Umstände, bezahlt die Gesamtrechnung für uns drei und geht. OOOOKay, tricky! Uns fällt in dem Moment beiden nichts ein 🙂

And here comes Lisa and Brian – the Boston Connection

Nachdem wir uns gefangen haben betrachten wir die chronische Endlosschlange vor der Taverne und sprechen Lisa und Brian an, dass sie sich dazu setzen können wenn sie mögen, wir seien eh gleich fertig und würden gehen. So der Plan 🙂 Aber wir wissen ja alle wie Pläne so in der Regel ausgehen… 😉 Denn aus 10 Minuten werden tolle 4 Stunden voller guter Gespräche, einer Brandbreite an Themen, gutem Humor und guter Drinks! Brian und Lisa sind super! Am Ende des Abends fragt uns Lisa, ob wir sie am nächsten Tag zum Strand begleiten wollen. Natürlich wollen wir!

Wir treffen uns also am nächsten Tag wieder und mit dem Taxi geht es dann zum Strand und wir verleben einen so witzigen und relaxten Tag! Den Strandtag lassen wir an der Strandbar bei leckerem Chicken ausklingen! Eine tolle Atmosphäre! Hier bekommt unsere kleine Truppe Zuwachs durch Blondie! Blondie ist ein kleiner, freilaufender Hund, welcher aus Lisas und meiner Perspektive nicht auf sein Abendessen verzichten sollte 😉 Folglich genießt auch Blondie ein wenig Chicken zum Dinner 🙂 Blondie bleibt fortan die ganze Zeit bei uns liegen, bellt sogar einmal einen Mann an, der sich „uns zu sehr näherte“, so Blondies potentielle Sicht der Dinge. Blondie beschützt uns! Der Sonnenuntergang neigt sich dem Ende und der Strand beginnt, dunkel zu werden. Wir beschließen (als Letzte am Strand) uns  nun ein Taxi zurück nach Trinidad zu nehmen. Während wir also am Strand entlanglaufen hören wir es hinter uns bellen. Wie ich mich umdrehe kommt Blondie in meine Arme gelaufen! Oh nein wie rührend! Blondie folgt uns auf Schritt und Tritt, unglaublich! So laufen wir nun zu 5. zu dem Taxistand, feststellend, dass wir sehr spät dran sind und kein Taxi mehr da ist. Uns hilft ein Mann aus dem daneben liegendem Luxushotel. Dieser führt  uns, inklusive Blondie, in die Lobby, von wo aus wir auf ein Taxi warten. Auch Blondie legt sich hin, sie gehört in dem Moment einfach zu uns und wird allseits akzeptiert. Während wir warten schläft Blondie jedoch ein und auch wenn wir alle 4 sie super gerne mitgenommen hätten entscheiden wir, dass sie im Hotel einen tollen Platz hat und verabschieden uns leise von der zuckersüßen, schlafenden Blondie. Auf der Rückfahrt begegnen wir unzähligen Krebsen auf der Straße, was ein Bild!!! Zurück in Trinidad sind wir sehr müde, doch wollen wir uns zumindest bei einem letzten Mojito voneinander verabschieden, da Lisa und Brian leider am Folgetag Trinidad verlassen würden. Der folgende Text ist in Englisch, da er unseren zwei Freunden aus Boston gewidmet ist:

Guys! We thank you both so much for this lovely days with you in Trinidad! For us it was also a pleasure to have time together! Thank you for all the fantastic drinks, the variegated issues and talks, all the good jokes and the terrific time at the beach! And dont forget Blondie, our „community- dog“ 🙂 We love the way you are, also your „exploring- spirit“ Brian 😉 And we hope to meet each other again! -> Remember, we have a footballdate once in the States 😉 And seriously, if you enjoy your first „German sausage“, you are always welcome to our place!

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